Für Hamburg-Bahrenfeld

Hamburg-Bahrenfeld

Basisdaten:

Bezirk: Altona
Fläche: 10,9 km²
Einwohner: 26.434 (2006)
Handwerksbetriebe: 367 (2007)
Niedergelassene Ärzte: 30 (2007)
Apotheken: 5 (2007)

Quelle: Statistikamt Nord

Bahrenfeld ist ein Stadtteil im Bezirk Altona, der erst seit 1937 zu Hamburg gehört. An den sehr grünen Stadtteil ist aufgrund seiner günstigen Lage an der Autobahn A7 auch ein großes Industrie- und Gewerbegebiet angeschlossen.

Bahrenfeld wurde im Jahr 1256 erstmalig erwähnt. 1890 wurde es Teil der Stadt Altona/Elbe und mit dessen Eingemeindung 1938 Teil Hamburgs. In den 1930er-Jahren wurden die Grenzen der Hamburger Stadtteile angepasst. Bahrenfeld erhielt weite Teile der Ottenser Feldmark, auch Neu-Ottensen genannt, die bis dahin zu Ottensen gehörte. Seit der Eröffnung der Autobahn A7 Mitte der 1970er-Jahre ist Bahrenfeld allerdings in zwei Teile zerschnitten und verlor dadurch sein Zentrum.

1923 verlegte die Firma Reemtsma die Zigarettenproduktion von Erfurt ins damals preußische Altona-Bahrenfeld. Ab 1930 produzierte auch die British American Tobacco (BAT) in Bahrenfeld. Nach Auszug von BAT wurde die Produktionsstätte zum Westend Village, einer komfortablen Wohnanlage, umgebaut.

Bahrenfeld ist als Stadtteil einer Großstadt hervorragend infrastrukturell erschlossen. Durch Bahrenfeld führt die Autobahn A 7, an ihrer Ausfahrt Nr. 28 schneidet sie die Bundesstraße B 431, die Bahrenfeld von Ost nach West durchquert.

Die davon ausgehenden Emissionen, insbesondere der Lärm, haben dazu geführt, dass die in den Stadtteilen Bahrenfeld, Othmarschen und Groß Flottbek verankerte Bürgerinitiative "Ohne Dach ist Krach" seit Jahren eine Überdeckelung des Autobahngrabens fordert, an einem Finanzierungs- und Realisierungskonzept mitgearbeitet hat und dafür auch parteiübergreifende Unterstützung in der Kommunalpolitik findet.

Aufgrund seiner günstigen Lage ist Bahrenfeld Sitz diverser Unternehmen, insbesondere im Dienstleistungs- und Verarbeitungsbereich. Ein großes Industrie- und Gewerbegebiet zieht sich durch den Nordosten des Stadtteils.
  • Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY (Deutsches Elektronen Synchrotron) in der Helmholtz-Gemeinschaft, ein weltweit renommiertes Forschungsinstitut für Teilchenphysik, unterhält ein 47,3 Hektar großes Forschungszentrum in Bahrenfeld; ausgehend vom Gelände untertunneln zwei ringförmige Teilchenbeschleuniger-Anlagen den nördlichen Teil Bahrenfelds. Das DESY gehört mit seinen rund 1.400 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern im Stadtteil. Das Forschungszentrum ist offen für alle Interessierten und lädt an drei Tagen in der Woche zu einer Besichtigung ein.

  • Im Norden lädt Hamburgs größter öffentlicher Park, der 205 Hektar große Altonaer Volkspark, zu ausgedehnten Spaziergängen und zum Joggen ein.

  • Von Ende Juni bis Ende Oktober können in Europas ältesten Dahliengarten (eingeweiht im Jahre 1920) am Ende des Volksparks an die 14.000 verschiedene Sorten dieser schönen Blumen bewundert werden. Jedes Jahr finden mehr als einer Viertelmillion Besucher den Weg in diesen eintrittsfreien Garten. Er ist Teil des Altonaer Volksparks und befindet sich an der Ecke Luruper Chaussee/Stadionstrasse. 

  • Ebenso im Volkspark liegen die HSH Nordbank Arena (Heimstadion des HSV und Heimat des HSV- Museums) und die benachbarte Color Line Arena (u. a. Heimat des DEL-Clubs "Hamburg Freezers" und des Handball-Erstligisten HSV Hamburg).

  • An über 100 Tagen im Jahr werden am Rande des Volksparks Trabrennen ausgetragen. Mehr als 400.000 Besucher verfolgen jährlich die Trabrennen auf der Trab-Arena im Sportpark Bahrenfeld. Neben dem Pferdesport locken vor allem Open-Air-Veranstaltungen und Rock/Pop-Konzerte die Besucher zur ehemaligen Trabrennbahn Bahrenfeld an.

  • In Bahrenfeld gibt es mehrere große Friedhöfe. Neben dem Altonaer Hauptfriedhof am Volkspark sind das der jüdische Begräbnisplatz am Bornkampsweg, der Mennonitenfriedhof am Holstenkamp und die evangelischen Friedhöfe am Holstenkamp, am Bornkamp und am Diebsteich. All diese sind erlebbare Überbleibsel der Glaubensfreiheit in Altonas Geschichte.


Quellen für Text und Bild: wikipedia und hamburg-magazin.de

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